Tipps zur Haltung von Gürtelschweifen (Cordylus tropidosternum tropidosternum)

Das Terrarium

Bei den Gürtelschweifen (Cordylus tropidosternum tropidosternum) handelt es sich um Echsen, die ca. 20cm lang werden, wobei die Hälfte auf den Schwanz entfällt. Aus diesem Grunde muss das Terrarium lediglich mittelgroß sein. Für zwei bis vier Tiere sollte das Terrarium mindestens 100x50x50 cm groß sein. Bei mir teilen sich sieben Gürtelschweife ein Terrarium mit den Maßen 150x70x80cm (BxTxH). Die Einrichtung kann aus einer Mischung von Steinen, Felsimitationen und Ästen bestehen. Die Tiere verstecken sich gerne, so dass man ihnen einige Versteckplätze anbieten sollte. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben, denn dann besteht die Gefahr, dass man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Gürtelschweife sind Tiere, die aus der Savanne kommen und für die Licht sehr wichtig ist. Um eine gute Ausleuchtung des Terrariums zu erreichen, sollte man eine Mischung aus HQI, HQL-Strahlern und Neonröhren wählen. Dem natürlichen Lichtspektrum am nächsten sind sicherlich HQI-Strahler. Auch ist die Lichtausbeute bei diesen Strahlern am höchsten. Die Temperaturen im Terrarium sollten ca. 22-28C und in der Nähe von Strahlern bis zu 40C betragen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass man den Tieren ein möglichst großes Temperaturspektrum anbietet, so dass sie ihre Temperatur selbst regulieren können.

Feuchtigkeit

Man sollte das Terrarium gelegentlich übersprühen, insbesondere morgens, um den Morgentau zu simulieren. Desweiteren sollte man den Tiere ein großes Wasserbecken zur Verfügung stellen, denn Gürtelschweife flüchten bei Gefahr gerne ins Wasser und sie mögen es sehr, vor der Häutung ausgedehnte Bäder zu nehmen. Selbstverständlich muss den Tieren immer frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen.

Das Futter

Gürtelschweife sind Insektenfresser und man sollte sie so abwechslungsreich wie möglich ernähren. Dazu bieten sich Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer, Wachsmottenlarven, Kellerasseln und vieles mehr an. Bevor man die Futtertiere verfüttert, sollte man sie mit einem Mineralstoffpräparat bestäuben. Meine Tiere bekommen eine Mischung von Korvimin ZVT (gibts beim Tierarzt) und reinem Kalzium (calcium lactat; bekommt man in der Apotheke). Besonders wichtig ist, darauf zu achten, dass die Tiere ausreichend mit Kalzium versorgt werden.

Überwinterung

Gürtelschweife kommen aus Ost- und Südafrika. In dieser Region gibt es recht milde Winter. Auch im Terrarium sollte man den Tieren eine Ruhepause gönnen. Meine Tiere werden zwei Wochen vor der Überwinterung nicht mehr gefüttert. Anschließend wird die Heizung und die Beleuchtung stufenweise über zwei Wochen reduziert. Während der Überwinterung brennt nur noch eine Neonröhre für acht bis zehn Stunden täglich. Die Temperatur im Terrarium beträgt ca. 16-18C. Das Terrarium wird in etwa ein Mal pro Woche leicht übersprüht. Nach ca. sechs bis acht Wochen wird das Terrarium wieder hochgefahren, was ein bis zwei Wochen dauert. Anschließend kann man wieder mit der Fütterung beginnen.

Anmeldung

Gürtelschweife fallen unter das Washingtoner Artenschutzgesetz, Anhang II und müssen somit bei der Unteren Landschaftsschutzbehörde angemeldet werden.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesen interessanten Tieren!

Leider musste ich meine Gürtelschweife nach meinem Umzug abgeben. Sie sind aber in wirklich gute Hände gekommen und es geht Ihnen sehr gut.


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